Moore – unterschätzte Superhelden
Moore gelten vielen als unscheinbare Landschaften – tatsächlich gehören sie zu den wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Dies machte Dr. Mareille Wittnebel vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in ihrem ebenso informativen wie anschaulichen Vortrag beim Kiwanis Club Peine deutlich.
Die Referentin zeigte eindrucksvoll, dass Moore weit mehr sind als Feuchtgebiete: Sie sind Lebensraum für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten, speichern enorme Mengen Kohlenstoff und übernehmen eine zentrale Funktion im Wasserhaushalt. Intakte Moore halten Niederschläge zurück, gleichen Trockenperioden aus und tragen gleichzeitig wesentlich zum Klimaschutz bei. Damit verbinden sie in einzigartiger Weise Naturschutz und Klimaschutz – zwei Themen, die häufig getrennt betrachtet werden, tatsächlich aber eng miteinander verknüpft sind.
Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der Folgen jahrzehntelanger Entwässerung. Werden Moore trockengelegt und landwirtschaftlich genutzt, beginnt der Torf sich zu zersetzen und setzt große Mengen Kohlendioxid frei. Gleichzeitig gehen wertvolle Lebensräume verloren und die Fähigkeit der Landschaft, Wasser zu speichern, nimmt deutlich ab.
Dr. Wittnebel stellte verschiedene Wege vor, Moore künftig klima- und naturverträglich zu bewirtschaften. Neben der Wiedervernässung gehören dazu neue Formen der nassen Nutzung wie die Paludikultur oder Moor-Photovoltaik. Dabei wurde deutlich, dass es keine Patentlösung gibt, sondern jeweils standortgerechte Konzepte entwickelt werden müssen. Entscheidend sei, Moore wieder als lebendige Wasserspeicher zu verstehen und ihre vielfältigen Ökosystemleistungen langfristig zu erhalten.
Dr. Wittnebel stellte verschiedene Wege vor, Moore künftig klima- und naturverträglich zu bewirtschaften. Neben der Wiedervernässung gehören dazu neue Formen der nassen Nutzung wie die Paludikultur oder Moor-Photovoltaik. Dabei wurde deutlich, dass es keine Patentlösung gibt, sondern jeweils standortgerechte Konzepte entwickelt werden müssen. Entscheidend sei, Moore wieder als lebendige Wasserspeicher zu verstehen und ihre vielfältigen Ökosystemleistungen langfristig zu erhalten.
Besonders interessant für die Zuhörer war der regionale Bezug. Auch im Landkreis Peine existieren Moorflächen mit einer Gesamtgröße von rund 2.500 Hektar. Aktuelle Diskussionen über Wasserrückhalt, Klimaanpassung und den Schutz wertvoller Landschaften zeigen, dass das Thema längst auch in unserer Region angekommen ist. In den vergangenen Wochen wurde in Niedersachsen zudem mehrfach über neue Projekte zur Wiedervernässung von Mooren und deren Bedeutung für Klimaschutz, Wassermanagement und Landwirtschaft berichtet.
Vor diesem Hintergrund freute sich der Kiwanis Club besonders, an diesem Abend mehrere interessierte Gäste begrüßen zu dürfen. Die lebhafte Diskussion im Anschluss an den Vortrag zeigte, wie aktuell und gesellschaftlich relevant das Thema ist. Viele Fragen drehten sich um die Vereinbarkeit von Landwirtschaft, Naturschutz und Klimaschutz sowie um die Herausforderungen einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung.
Mit ihrem fundierten und zugleich verständlichen Vortrag machte Dr. Mareille Wittnebel deutlich, warum Moore zu Recht als „unterschätzte Superhelden“ bezeichnet werden: Sie schützen das Klima, bewahren die biologische Vielfalt und helfen dabei, Wasser in der Landschaft zu halten – Leistungen, deren Bedeutung in Zeiten des Klimawandels stetig wächst.
Der Kiwanisclub Peine bedankt sich herzlich bei Mareille für den tollen Beitrag.
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